Dorn-Breuss

Dorn-Methode

Die Dorn-Methode ist eine sanfte Wirbelsäulen -und Gelenktherapie, die von Dieter Dorn entwickelt wurde. Sie gehört zu den manuellen Therapien. Verschobene und blockierte Wirbel werden wieder in ihre natürliche Position gebracht. Rückenbeschwerden lassen sich gezielt und dosiert behandeln.

Die Wirbelsäule ist das zentrale Stützorgan unseres Körpers. Damit es seine Funktion in allen Lebenslagen optimal erfüllen kann, müssen die einzelnen Wirbel beweglich miteinander verbunden sein. Bandscheiben, Bänder und Rückenmuskulatur garantieren diese Beweglichkeit.Skelett-Verschiebung

Aufgrund von falschen oder einseitigen Bewegungen, Beinlängendifferenzen, Stürzen, Beckenschiefstand und anderem kann es zur Verlagerung oder Fehlstellung einzelner oder mehrerer Wirbel kommen. Sind dabei auch die aus der Wirbelsäule austretenden Rückenmarksnerven betroffen, folgen meist Schmerzen und oft eine Minderversorgung der entsprechenden Körperregionen.

Mittels der Dorn-Methode werden diese Probleme behandelt, indem die verlagerten und blockierten Wirbel vom Therapeuten wieder in die korrekte Position gebracht werden.

Eine Besonderheit stellt die Prüfung der Beinlängen und bei Bedarf deren Korrektur dar. Die meisten Menschen haben von Geburt an zwei gleich lange Beine. In der Praxis findet man jedoch bei mehr als 90 % der Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden Beinlängendifferenzen. Die Ursache findet man in subluxierten Beingelenken, das heißt, der Kopf des Oberschenkelknochens liegt nicht optimal in der Hüftgelenkspfanne.

Diese Beinlängendifferenzen ziehen einen Beckenschiefstand nach sich. Da das Becken nun eine „schiefe Basis“ darstellt, ist die Wirbelsäule nicht mehr „im Lot“.

Die Behandlung der subluxierten Beingelenke erfolgt mittels gezielter Techniken, die der Patient auch selbst ausführen kann.

Nachdem die grundlegende Bedingung geschaffen wurde, können die verlagerten und blockierten Wirbel durch gezielten Druck an Dorn- und Querfortsätzen repositioniert werden. Hierbei ist die Muskulatur des Patienten in Bewegung, wodurch die Wirbel in ihre natürliche Position zurück gleiten können. Einfache Übungen, die der Patient zu Hause macht, stabilisieren den Behandlungsverlauf und dessen Genesung.

Die Wirbelsäulentherapie nach Dorn ist zur Behandlung verschiedenster Rückenbeschwerden geeignet. Aber auch bei funktionellen Organstörungen in den betreffenden Segmenten, in denen sich die Wirbelblockade befindet, kann die Dorn-Methode hilfreich sein.

Die Breuss-Massage

Die Breuss-Massage ist eine sanfte energetische Wirbelsäulenmassage, die ihre Anwendung vor oder nach einer Dorn-Behandlung, aber auch als selbständige Therapiemethode findet.

Sie bewirkt eine sanfte Lockerung, Energetisierung und Streckung der Wirbelsäule und des Kreuzbeines und ist besonders angezeigt bei Bandscheibenleiden.

Rudulf Breuss (1899-1990) war der Überzeugung, dass es keine degenerierten, sondern lediglich unterversorgte Bandscheiben gibt. Durch die spezielle Massage und das in großer Menge einmassierte Johanniskrautöl sollen das Gewebe und insbesondere die Bandscheiben wieder elastisch und geschmeidig werden. Wissenschaftlich bewiesen ist diese Theorie nicht, die Erfahrung in der täglichen Praxis bestätigt jedoch die Wirksamkeit.




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